
Was bedeutet Fat Liberation über Body Positivity hinaus? Wie überschneiden sich Erfahrungen von Gewichtsdiskriminierung mit Geschlecht, Sexualität und Rassismus?
In diesem Panel widmen wir uns Fat Liberation, queerem Begehren und der Frage, wie unterschiedliche Körper solidarisch füreinander einstehen können. Unsere Panelists sprechen darüber, wie Fatphobie mit anderen Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung zusammenhängt und wie Aktivist*innen, Forschende, Künstler*innen und Communities Vorstellungen von Körpern, Gesundheit, Schönheit und Zugehörigkeit hinterfragen und verändern.
Gemeinsam fragen wir, welche Körper wo und warum sichtbar sein dürfen, was Repräsentation mit Gerechtigkeit und Selbstbestimmung zu tun hat und was «Bodies in Solidarity» konkret bedeuten kann. Wir diskutieren den Weg kollektiver Befreiung: Wie schaffen wir Räume, in denen alle Körper Raum einnehmen, sich sicher fühlen und begehren dürfen?
Moderiert von Joh von Felten mit FupaMagic, Ray Belle und Rebecca Solari
Mit anschliessendem Networking Apéro
Joh von Felten
Joh lebt in Zürich und ist Co-Vorsitzende des Vorstands von IGLYO, der internationalen Jugend- und Studierendenorganisation für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-, Queer- und Intersexuelle (LGBTQI). Derzeit absolviert Joh ein Bachelorstudium in Sozialer Arbeit an der Hochschule Luzern. Im Fokus von Johs Aktivismus stehen der generationsübergreifende Aufbau von Communitys, fat liberation und Barrierefreiheit sowie die Organisation queerer Kulturveranstaltungen.
FupaMagic
FupaMagic schafft Momente der Interaktion mit Musik und Kunst. They kuratiert soziale Räume mit Fokus auf der Freude und Ästhetik diverser Perspektiven zu Barrierefreiheit. FupaMagic arbeitet kollaborativ und schafft fat liberation spaces in queer-feministischen Kontexten in Europa. They freut sich auf Hedonismus am Lust*streifen und zugewandte Momente in Basel.
Rebecca Solari
Rebecca Solari (*1996 in Blenio, CH) ist eine transdisziplinäre Kunstschaffende aus dem Tessin (CH) und lebt in Biel (CH). Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Performance, Video, Musik, Kuration und Installation und basiert auf Selbstdarstellung mit dem Wunsch, festgelegte Codes zu zerstören. Dabei erkundet Rebecca Solari soziale, geschlechtsspezifische und kontextuelle Identitäten, erforschend, mit Lebensschreien und Aktion. Rebecca Solari ist Mitglied des Electro-Punk-Duos Crème solaire und des Musik-/Performance-Projekts fulmine.
Ray Belle
Ray ist durch und durch Aktivist*in – ob auf der Bühne als Drag-Alter-Ego Ray Belle oder auch abseits der Bühne. Mit der Erkenntnis, dass die Existenz als dicke (queere) Person politisch ist, ist Ray lauter, wütender und aktiver geworden für fat liberation – and they’re not going back!